Bernhard Hennen: Ein Dutzend Bücher Inspiration.

Leipziger Buchmesse 2017. Ich warte in der Schlange der Menschen, die sich von Bestsellerautor Bernhard Hennen ihr Buch signieren lassen wollen. Als einer der letzten stehe ich schließlich vor ihm und sage: „Ich habe eigentlich gar kein Buch, das Sie signieren können.“ Hennen sieht mich ein bisschen ratlos an und zuckt die Achseln. „Ich möchte mich für Ihre Geschichten bedanken, die mich dazu inspiriert haben, ein eigenes Buch zu schreiben“, fahre ich fort und zeige ihm ein Exemplar von 13 – Das Tagebuch. Hennens Miene hellt sich auf. „Das ist ja großartig!“, sagt er. Er steht sogar auf, um mir die Hand zu schütteln. Ich schenke ihm ein Exemplar, das mir der ACABUS Verlag zur Verfügung gestellt hat, und er bietet mir an, sich mit mir am folgenden Tag zum Autorengespräch zu treffen.

 

Am nächsten Tag warte ich am Stand des Heyne Verlags. Bernhard Hennen ist nicht da. Ich frage die Leute am Stand und sie versichern mir, dass Hennen schon gegangen sei. Ich sage ihnen, dass ich mit ihm verabredet sei. „Dann wird er wohl noch kommen“, meinen sie. „Normalerweise ist er sehr zuverlässig.“ Ich vertreibe mir die Zeit, indem ich in den Büchern schmöker, die der Verlag ausgelegt hat. Schließlich erscheint Hennen tatsächlich. Ich stelle mich in die Schlange der Fans. „Warten Sie einen Moment“, sagt er, als ich in der Reihe bin. „Ich komme zu Ihnen, wenn ich hier fertig bin.“ Im Anschluss unterhalten wir uns über seine Bücher und mein Buch. Dass er mich zu einem Autorengespräch einlud, zeigte einmal mehr, wie sehr ihm seine Fans am Herzen liegen.

 

Ich verfolge die Geschichten der Elfen seit Erscheinen des ersten Buches mit großer Freude. Ich lernte viel über das Erschaffen fiktiver Welten. Zum Beispiel über die Namensgebung von Städten, Ländern und Völkern. Ich erkannte außerdem oft Parallelen zu geschichtlichen Ereignissen aus der Realität. Hennen gelang auf diese Weise, worin die Schule versagt hatte: Er begeisterte mich für Geschichte und Religion. Als er im März 2016 auf der Leipziger Buchmesse nach einer Vorlesung aus seinem aktuellen Roman Drachenelfen – Himmel in Flammen die Gelegenheit gab, Fragen zu stellen, forschte ich diesbezüglich nach. Er bestätigte meinen Verdacht. Bei der anschließenden Signierstunde schrieb er in mein Buch: „Für Carl, der tiefer in meine Geschichten schaut, als die Meisten es tun. Es war mir eine Freude!“

 

Signatur in Drachenelfen - Himmel in Flammen

Drachenelfen – Himmel in Flammen

 

Nach dem Vorbild von Hennen schuf ich die fiktive Welt von 13. Ich orientiere mich an der wirklichen Welt. An Technologie und Gesellschaft, an Kulturen und historischen Ereignissen. Das Schöne an Fantasy-Geschichten ist, dass man beliebig modifizieren darf. Die Welt muss nur authentisch bleiben.

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